Ein Abend im Le Petit Franz, 27. März 2019

franz

 

Letztes Jahr hatten wir im Le Petit Franz bei Kerzenschein am langen Holztisch einen weinseligen Abend verbracht, der voller Zauber war. Auch Bekannte hatten das französische Spezialitätenangebot und den guten Kaffee angepriesen. Um 20 Uhr sind wir neben zwei Damen, die an einem der attraktiven Fensterplätze sitzen, die einzigen Gäste. Erneut sollen Kerzen Wohlfühlatmosphäre garantieren. Doch schon beim Reinkommen stört ein komischer Geruch. Chaotisch und etwas schmuddelig wirkt das nette Landhaus-Ambiente mit den dunklen Weinregalen und dem Spültisch im Sichtbereich, auf dem sich das dreckige Geschirr stapelt. Die Madame des Hauses reicht die abgegriffene „Carte Bistronomique“, die Rillettes, Zwiebelsuppe, belegte Baguettes, Croques, Salate und Quiches aufführt. Doch fast ein Drittel ist leider gerade nicht verfügbar. Der Crémant du Loire Monmousseau Brut steht nicht in der Kühlung, weshalb wir auf die gleiche Sorte in Rosé umschwenken müssen. Der sehr gute Chardonnay aus dem Languedoc tröstet uns darüber hinweg. Wir probieren Rillettes vom Wildschwein mit Feigensenf – sehr schmackhaft, einen Ziegenkäse-Salat, versalzene Quiche Lorraine und eine Pflaumentarte, deren Boden kletschig ist. Fazit: Dieser Laden braucht dringend einen Frühjahrsputz und eine Wiederbelebung dessen, was Ruf und die hauseigene Website versprechen – nämlich hochwertige französische Bistroküche nebst Frühstück.

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