Eröffnung „YOKO ONO. PEACE IS POWER“ im MdBK, 03. April 2019

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Bereits eine Stunde vor der Eröffnung treffen wir uns, denn es wird sehr voll werden. Erstmalig gibt es einen separaten V.I.P.-Eingang in das Untergeschoss, wo die Redner erwartet werden. Ob Joko Ono selbst dabei sein wird, bleibt bis zum Schluß das große Geheimnis. Eine Liveübertragung ist im Foyer geplant.

C. sichert Campinghocker und überdies eine kleine Ecke wenige Meter vor der Leinwand. Freudig erregt fiebern wir der Megaeröffnung entgegen. Erste Exponate können vorab im Café und im ersten Obergeschoss besichtigt werden. Um 18.00 Uhr nimmt eine junge Dame asiatischen Aussehens schweigend auf der Bühne im Untergeschoss Platz. Sie trägt ein weißes, hochgeschlossenes Hemd, einen schwarzen Minirock, Strumpfhose, hohe Schuhe und ein schwarzes Jacket. Ihr langes Haar ist zum Dutt aufgetürmt. Ernst blickt sie in die Ferne. Wir ahnen: Das ist der Beginn der Performance.

Aus dem Podium kommen nun einzelne Vertreter nach vorne. Mit einer groben Küchenschere schneidet jeder ein Stückchen Kleidung ab. Beginnend mit den Kragenecken dauert es geschlagene 40 Minuten, ehe die ersten Blicke auf den schwarzen BH frei werden. In Minute 50 ist der Oberkörper der Performerin entblößt. Die Unruhe im Saal ist kaum mehr auszuhalten. Doch stört nicht die Nacktheit, empört nicht das kollektive Entkleiden, sondern das Publikum kann einfach nicht mehr.

So schön der große Zustrom für das Museum ist – fast 2000 Gäste sind an diesem Abend vor Ort – so wenig geschmeidig läuft die Eröffnung. Wir gehen noch vor den ersten Reden.

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